ISO 9001:2015 SCC**:2011

Zertifizierte
Industriekletterer

Industrieklettern: Seilzugangstechnik ermöglichen enorme Kosten- und Zeitersparnis


 

  • 15 Jahre Erfahrung
  • Kostenlose Beratung
  • Innovative Arbeitsverfahren
  • Mehr Sicherheit durch SCC**
  • Zertifiziert durch den TÜV Rheinland
Vorteile durch Industriekletterer
 
  • Kostensenkung
  • Sofort dienstbereit
  • Schnelle Fertigstellung
  • Persönlicher Ansprechpartner
  • immer für Sie erreichbar
Warum IBE
 
  • 15 Jahre Erfahrung
  • Zertifizierte Industriekletterer
  • Innvovative Seilzugangskonzepte
  • Arbeitsschutzmanagementsystem
  • SCC** und ISO 9001 zertifiziert
Einsatzorte
 
  • Kraftwerke
  • Industrielle Anlagen
  • Gewerbeobjekte
  • Fassaden
  • Windkraftanlagen
Montage am Kran durch Industriekletterer
Kesselhausreinigung durch Industriekletterer der IBE Industrieservice GmbH
Korrosionsschutz durch Industriekletterer
Montagetätigkeit durch Industriekletterer der IBE Industrieservice GmbH
ZFP Prüfung durch Industriekletterer der IBE Industrieservice GmbH

Sie interessieren sich für unsere Industriekletterer (aus Berlin) und benötigen mehr Informationen? Oder wünschen Sie ein persönliches Angebot? Hier können Sie uns Ihre Anfrage senden und Ihre Kontaktdaten für ein persönliches Gespräch hinterlassen.
Für Ihre Höhenarbeiten agieren unsere Mitarbeiter aus Berlin regional und überregional. Neben den Standorten Deutschland und den Niederlande können Sie unsere Höhenarbeiter ebenso europaweit und weltweit buchen.

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Industrieklettern

Professionelle Höhenarbeiter für Ihr Projekt

Kletterspezialisten im industriellen und gewerblichen Sektor

Unser Team erfahrener Kletterer kann auf eine langjährige Erfahrung im Bereich der Höhenarbeit und Höhenrettung auf industriellen Großbaustellen und Industrieanlagen sowie auf Projekte jeder Größenordnung und unterschiedlichster Art zurückgreifen. Sämtliche Tätigkeiten von der Reinigung, Montage, Wartung, Begutachtung, Instandsetzung, Ausführung spezieller Mess- und Prüfverfahren bis hin zur Höhenrettung unterstützen Sie unsere Industriekletterer bei Ihrem Projekt. Sie führen sämtliche Tätigkeiten an Kraftwerken, industriellen Anlagen, Silos, Öltanks, Fassaden und Bauwerke jeglicher Art aus. Durch die Seilzugangstechnik ist es möglich enorme Kosten und Zeit zu sparen, da auf den Aufbau von Gerüsten und Steigern verzichtet werden kann. Gerade bei der Reinigung von Kesseln in Kraftwerken, Anbackungen an Silowänden und Begutachtungen von großen Bauwerken die mit herkömmlichen Zugangstechniken nicht erreichbar sind ist die Arbeit von Industriekletterern nicht mehr wegzudenken. Unsere speziell ausgebildeten Fassadenkletterer führen arbeiten an Membrandächern, Stahlkonstruktionen und Stahl-, Beton und Glasfassaden an Bauwerken und Gebäuden. Das montieren von Stromkabeln und Kabeltrassen, Absturzsicherungen und Rückhaltesystemen, Personenauffang- und Schutznetze gehört ebenso zu den Tätigkeiten die unsere Industriekletterer ausführen, wie das Demontieren von Stahl- Blech und Glaskonstruktionen an Dach- und Fassadentragwerken. Die Begutachtung von Brücken, Pfeilern und Fassaden durch Seil- und Positionierungstechnik und die anschließende Auswertung und Erstellung eines Zustandsberichtes mit Fotodokumentation führen Fassadenkletterer mit hoher Motivation und Exaktheit aus. Unsere erfahrenen Industriekletterer sind bei der Planung, Entwicklung und Durchführung von Höhenzugangskonzepte Ihr Partner für Industrieservice im industriellen und gewerblichen Sektor.

Ihre Vorteile gegenüber Hebebühne und Gerüst

Vorteile durch Industriekletterer: Das Tätigkeitsfeld kann von extremen Höhen, in tiefe Schächte bis an schwer zugängliche Bereiche reichen. Wo herkömmliche Zugänge durch Gerüste, Hebebühne, Hubsteiger und Kränen nicht gewährleistet werden können oder der Zeit- und Kostenaufwand zu hoch ist, kann dann die Seilzugangs- und Positionierungstechnik eingesetzt werden. Das Zugangsverfahren durch Seil- und Positionierungstechnik bietet folgende Vorteile:

  • Kostengünstig
  • Schnell
  • Sicher
  • Flexibel
  • Umweltschonend

Bei Projekten an dem die Koordination von mehreren Gewerken viel Zeit und Geduld in Anspruch nimmt, kann durch die Zuhilfenahme von Fassadenkletterer viel Geld und Zeit gespart werden. Langwierige Genehmigungsverfahren für das Aufstellen von teuren Gerüsten, das Zustellen von Verkehrswegen für kostenintensive Hubsteiger können dank zertifizierter Höhenarbeiter entfallen. Und das mit einem Höchstmaß an Sicherheit. Schnelle Reaktion und das Einstellen auf neue Situation zeichnet uns aus.

Mehr Sicherheit durch Prüfung von Ausrüstungsgegenständen

Wir arbeiten grundsätzlich im Team um Risiken zu minimieren und damit bei einem Zwischenfall schnellstmöglich eine Rettung durchgeführt werden kann. Vor jedem Arbeitsauftrag wird die Arbeitsausrüstung einer Sichtprüfung unterzogen. Einmal jährlich findet die Prüfung von persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz durch einen unsere Sachkundigen Fassadenkletterer nach DGUV Grundsatz 312-906 statt. Somit wird gewährleistet das ausschließlich Ausrüstungsgegenstände verwendet werden die geprüft und voll funktionsfähig sind. Vor jedem Arbeitsbeginn wird zu dem eine technische Risikoanalyse erarbeitet und ausgewertet um mögliche Risiken zu erörtern und zu minimieren um den Arbeitsprozess so sicher wie möglich zu gestalten. Unsere firmeninterne Fachkraft für Arbeitssicherheit unterstützt Sie gerne bei der Planung und Ausführung Ihres Projektes in Hinblick auf die versicherungstechnische und rechtliche Absicherung in Bezug auf den gesetzlichen Arbeitsschutz.

Industriekletterer

Was sind Industriekletterer

Die Industriekletterer gehören zu einem Berufsbild, bei welchem unterschiedliche Seilzugangstechnologien angewendet werden, um Höhenarbeiten auszuführen. Bekannte Tätigkeitsfelder sind zum Beispiel Reinigungsaufgaben, Montagetätigkeiten, aber auch Inspektions- und Begutachtungsarbeiten. Offiziell wird die Tätigkeit meist als Seilzugangs- und Positionierungstechnik, kurz SPZ, bezeichnet. Verschiedentlich taucht auch im deutschen Sprachraum die englische Bezeichnung für Höhenarbeiten „Industrial rope Access“ auf. Am bekanntesten dürfte jedoch die Bezeichnung Industrieklettern sein, auch wenn diese lediglich einen Teil der beinhalteten Tätigkeiten beschreibt.

Der größte Vorteil dieser Höhenarbeiten liegt im geringen materiellen Aufwand und der hohen Flexibilität. Meist kann auf intensiven Großtechnikeinsatz, wie Hubsteiger, Gerüste oder ähnliche Einrichten, komplett verzichtet werden. Das industrielle Klettern ermöglicht einen schnelleren und einfacheren Zugang zum Einsatzort, bietet aber oft auch die einzige Möglichkeit des Zugangs, wo andere Optionen auf Grund der räumlichen Gegebenheiten oder schlicht der Dimension der Objekte, ausscheiden.

Häufig werden Fassadenkletterer an Gebäuden oder sonstigen Bauwerken, wie Brücken, oder Türmen wahrgenommen. Mögliche Einsatzorte der Industriekletterer erstrecken sich jedoch auch über industrielle und sonstige technische Großanlagen wie Kraftwerke, Raffinerien oder Sendemasten.

Höhenarbeiten außen am Objekt gehören ebenso zum Leistungsumfang der Industriekletterer, wie Höhenarbeiten in Objekten, zum Beispiel Großtankanlagen, Wasserreservoirs und viele mehr. Hier stellen seilbasierte Zugangstechniken oft die einzige Zugangsmöglichkeit dar, da andere Optionen meist nicht im Objekt positioniert werden können. Die verwendeten Techniken und Gerätschaften erinnern häufig an Equipment des Bergsports, sind jedoch an die verschiedenen Aufgabenbereiche angepasst. Entgegen der Kletterei als Sportart stellt die Bewegung der Industriekletterer am Seil nicht die Kerntätigkeit dar, sondern bietet lediglich die erforderliche Basis, um die anfallenden Höhenarbeiten sicher ausführen zu können.

Industriekletterer an einer Windkraftanlage
Industriekletterer bei Reinigungsarbeiten
Industriekletterer bei einer Tagwerkreinigung

Geschichte der Höhenarbeiten

Das gewerbliche Klettern ist eine relativ junge Branche. Auch wenn kein genauer Entstehungszeitpunkt definiert werden kann, so lässt sich der Ursprung der Höhenarbeiten an Hand einiger bekannter Großprojekte auf die 30er Jahre des 20sten Jahrhunderts belegen. Für den Bau der Golden Gate Bridge in San Francisco / USA von 1933 bis 1937 sind neben Sicherungsnetzen unter der Brückenkonstruktion erstmals auch Seilsicherungen für die Höhenarbeiten belegt. Beim Bau des Hoover-Staudamms am Colorado River / USA von 1931 bis 1935 wurden sogar eigens Fassadenkletterer für vorbereitende Höhenarbeiten an den seitlichen Felsflanken herangezogen.

Die Anfänge der Industriekletterer in der heute bekannten Form mit doppelter Seilführung, also Arbeits- und redundantem Sicherungsseil, kann dagegen sehr genau auf die 1970er Jahre festgelegt werden. Diese Art der Höhenarbeiten wurde damals von britischen Ölarbeitern bei der Errichtung der Ölbohrinseln in der Nordsee erstmals in großem Maßstab eingesetzt. Spätestens seit Gründung des Berufsverbands Industrial Rope Access Trade Association, kurz IRATA, gilt das Industrieklettern als eigenständiger Beruf. Auch in Deutschland lassen sich die Anfänge der beruflichen Höhenarbeiten an Bauwerken nachvollziehen. Erstmals wurde Fassadenklettern aus der Not heraus an den Plattenbauten der DDR eingesetzt. Da bereits kurz nach der Errichtung der Plattenbauten Sanierungen der Bauteilfugen nötig waren, es aber Arbeitsgerüste in ausreichender Menge und Größe nicht gab, wurden die Höhenarbeiten durch Industriekletterer ausgeführt. Nach der Wiedervereinigung bewegten sich die Höhenarbeiter zunächst in einem rechtlichen Graubereich und sollten nach verschiedenen Verbotsüberlegungen zum Industrieklettern durch Berufsgenossenschaften komplett aus dem Berufsalltag verschwinden. Als Gegenmaßnahme mit dem Ziel, geregelte und geprüfte Arbeitstechniken und -mittel für Höhenarbeiten einzuführen, wurde 1995 der Fach- und Interessenverband für seilunterstützte Arbeitstechniken e.V. gegründet. Nach der Aufstellung erster Arbeits-, Sicherheits- und sogar Ausbildungsrichtlinien folgte bereits im Juni 1995 die erste Ausnahmegenehmigung der Berufsgenossenschaften für die Höhenarbeiter, die die Verhüllung des Reichstagsgebäudes mit dem Aktionskünstler Cristo durchführten. Auch wenn mit der BGI 772 „Handbetriebene Arbeitssitze“ erst fünf Jahre später eine erste verbindliche Regel in Kraft trat, können die öffentlichkeitswirksamen Höhenarbeiten am Reichstag als Beginn für das eigenständige berufliche Klettern in Deutschland angesehen werden.

Die endgültige Gleichstellung mit anderen Zugangstechniken wurde dann im September 2009 erreicht. Mit Inkrafttreten der Technischen Regel für Betriebssicherheit, kurz TRBS, 2121 Teil 3 wurde das Industrieklettern auf Gesetzesebene mit anderen Sicherungsmaßnahmen, wie Gerüsten oder Hebebühnen, gleichgestellt. Erst seit diesem Zeitpunkt ist es Auftraggebern freigestellt, sich für aufwändige und teure Großtechnik, oder für flexible, schnelle und kostengünstige Höhenarbeiten am Seil, zu entscheiden.

Höhenarbeiter heute

Auch wenn die Ursprünge nicht sehr weit in der Vergangenheit liegen, hat sich das Berufsbild der Höhenarbeiter seit seiner Entstehung stark verändert. Technisch, organisatorisch und rechtlich bestehen heute klare Regelungen, die es dem Höhenarbeiter ermöglichen, seinen Beruf rechtlich abgesichert und mit definierten Sicherheitsstandards auszuüben.

Berufsbild

Was macht ein Industriekletterer

Die Höhenarbeiten sind eine Tätigkeit, die sich zwar in verschiedene Kategorien und Bereiche untergliedern lässt, in der aber dennoch kaum ein Auftrag dem anderen gleicht. Je nach Spezialisierung, Tätigkeit und selbstverständlich auch Einzelprojekt kann das Berufsbild der Höhenarbeiter mehr oder weniger stark abweichen. Grundsätzlich geht mit der zunehmenden Organisation und Regelung der Industriekletterer selbstverständlich eine Kategorisierung der Höhenarbeiten einher. So lassen sich sowohl die am Seil auszuführenden Höhenarbeiten je nach Anforderung und Umfang einordnen, als auch die erforderlichen Seiltechniken selbst. Die Arbeit der Industriekletterer umfasst immer wiederkehrende Höhenarbeiten, die vor allem im Rahmen von Inspektionen und Reinigungs-, sowie Unterhaltungsarbeiten liegen. Auch standardisierte Bauwerke wie Windkraftanlagen erfordern immer wiederkehrende Tätigkeitsabläufe. Dagegen stehen als Einzelmaßnahmen eine Vielzahl kaum abgrenzbarer Höhenarbeiten, die vor allem im Rahmen von Einzelbauwerken anfallen. Bekannte Beispiele für Objekte mit sehr spezifischem Anforderungsprofil sind Brückenbauwerke, wie die bereits erwähnte Golden Gate Bridge, oder sonstige Einzelbauten wie im Deutschen Raum das Münchner Olympiastadion.

Neben den Anforderungen, die Objekt und auszuführende Tätigkeit selbst an die Höhenarbeiten stellen, treten selbst bei standardisierten Arbeitsabläufen bei jedem Einsatz sich ständig verändernde Umgebungsbedingungen als Erschwernis für die Höhenarbeiten auf. Hierzu gehören in erster Linie Wetter- und Windbedingungen, die es den Kletterern erheblich erschweren können. Weitere Aspekte können aber auch Nebel, bei Tätigkeiten am Wasser Wellengang, sowie im urbanen Umfeld der Umgebungslärm sein. All diese Dinge können im Einzelfall erheblichen Einfluss auf die Standsicherheit am Objekt, auf die Orientierung bei den Höhenarbeiten, oder auch auf die Verständigungsmöglichkeiten untereinander, haben. Selbst wenn im Rahmen standardisierter Arbeitsabläufe die Industriekletterer heute vermehrt auf sich wiederholende Tätigkeiten an vergleichbaren Objekten treffen, erstrecken sich die räumlichen Tätigkeitsbereiche der Höhenarbeiter meist über sehr große Gebiete. Da sich die einzelnen Höhenarbeiten je nach Tätigkeit in überschaubaren Zeitfenstern abspielen und sich auch bei turnusmäßigen Arbeiten in den seltensten Fällen eine dauerhafte Tätigkeit an einem Objekt ergibt, sind die Höhenarbeiten in dieser Hinsicht stark mit Montagetätigkeiten anderer Berufszweige vergleichbar. Meist treten Industriekletterer als mobile Arbeitsgruppe auf, die zwischen den Einsatzorten pendelt und sich dort nur für die Dauer der Arbeiten vorübergehend niederlässt. Als organisatorische Geschäftsformen der Industriekletterer bieten sich alle Optionen vergleichbarer Berufszweige an. Neben Großbetrieben für Industrieklettern als GmbH, ist ebenso die Organisation als GbR oder selbst auf freiberuflicher Basis möglich. Gerade für einzelne Höhenarbeiter bietet sich die freiberufliche Tätigkeit an, da der Materialaufwand für Seile und sonstige Sicherungsgeräte relativ gering ausfällt. Grenzen für das freiberufliche Industrieklettern setzt letztendlich die praktische Umsetzung der Arbeitsweisen. Durch das Erfordernis mehrerer Höhenarbeiter in einem Team und die nötige Abstimmung untereinander, ist zumindest die zeitweilige Zusammenarbeit mehrerer freiberuflicher Industriekletterer sinnvoll. Die verbreitetste Organisationsform für das Industrieklettern dürfte daher eine feste Stammmannschaft sein, die durch ihre Strukturierung in der Lage ist, gewisse Tätigkeiten eigenständig auszuführen. Denkbar ist zum Beispiel die Verstärkung solcher Teams durch freiberufliche Höhenarbeiter, die je nach Projektumfang oder auf Grund ihrer Spezialisierung auf besondere Arbeiten hinzugezogen werden können.

Vor und Nachteile bieten alle Organisationsformen der Höhenarbeiter. Wo die Zugehörigkeit zu einem größeren Team eine beständigere Tätigkeit, sowie einen sicheren Arbeitsplatz bedeuten kann, schlagen für den freischaffenden Höhenarbeiter alle Vor- und Nachteile anderer Freiberufler zu Buche. Eine größere Flexibilität und oft auch Wahlmöglichkeit in der Arbeitsplatzgestaltung geht mit einer unsichereren Zukunftsplanung und einer geringeren Beständigkeit einher. Vermutlich dürften sich daher feste Anstellungen eher für Industriekletterer mit einem breiten Leistungsspektrum anbieten. Die Freiberuflichkeit dagegen kann für hochspezialisierte Höhenarbeiter mit einem stark nischenbezogenen Tätigkeitsfeld die anzustrebende Organisationsform darstellen. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass die Höhenarbeiten, oder viel mehr die Umsetzung der Seilzugangstechniken, für das Industrieklettern lediglich Mittel zum Zweck ist. Im Mittelpunkt steht nach Erreichen des Einsatzortes mit Seilen und sonstigen Hilfsmitteln jedoch die Ausführung der vom Auftraggeber geplanten Tätigkeit. Somit erscheint es nur nachvollziehbar, dass ein Industriekletterer neben seiner Befähigung in den verschiedenen Seilzugangstechnologien weiterhin über Kenntnisse verfügt, die ihm die Ausführung der am Einsatzort geforderten Leistungen ermöglicht. Hier findet sicherlich die größte Spezialisierung der Industriekletterer statt. So kann ein Team zum Beispiel auf Grund der einzelnen Qualifikationen der Höhenarbeiter besonders für Montagetätigkeiten, oder für Inspektionen geeignet sein. Industrieklettern bietet sich daher auch ideal als Weiterentwicklungsmöglichkeit für Personen an, die bereits über eine relevante Berufserfahrung verfügen. Monteure, Schlosser, Elektriker, Reinigungskräfte – zahlreiche Berufsgruppen können ihre fachlichen Fähigkeiten in Verbindung mit einer Ausbildung zum Höhenarbeiter an schwer zugänglichen und oft auch ungewöhnlichen Orten mit anspruchsvollen Umgebungsbedingungen weiter ausüben.

Voraussetzungen

Welche Voraussetzungen muss eine Person mitbringen, um für den Beruf der Höhenarbeiten geeignet zu sein? Hier lassen sich persönliche, als auch rechtliche Voraussetzungen zum Industrieklettern definieren. Da es sich beim Industrieklettern trotz aller Sicherheitsvorkehrungen um eine Arbeit mit hohem Gefahrenpotential handelt, sind Besonnenheit und Sicherheitsbewusstsein unerlässlich. Da die Höhenarbeiter in Teams arbeiten und in erheblichem Maße aufeinander angewiesen sind, gehört die Teamfähigkeit ebenso zu den unerlässlichen Grundvoraussetzungen für das Industrieklettern. Draufgängertum und Heldenmut ist dagegen ebenso unerwünscht, wie hinderlich. Auf fachlicher Ebene kann zum Beispiel eine bereits vorhandene Berufsausbildung im handwerklichen Bereich einen Ausschlag für den späteren Einsatz als Industriekletterer geben. Aber auch für Menschen ohne weitere Berufsausbildung bietet der Beruf der Industriekletterer zahlreiche Möglichkeiten. Viele Tätigkeiten können bereits mit technischen Sachverstand und handwerklichem Geschick ausgeübt werden. Darüber hinaus können besondere Einsatzbereiche so spezialisierte Fähigkeiten erfordern, dass diese ohnehin erst in Fachseminaren vorbereitend zum Einsatz als Höhenarbeiter erworben werden können. Aus medizinischer Sicht muss ein Höhenkletterer gesund, sowie belastbar und in der Lage sein, die erforderlichen Tätigkeiten auszuführen. Auch wenn sich die Industriekletterer klar von den Sportkletterern abgrenzen, ist die körperliche Belastung vergleichbar, wenn nicht höher einzustufen. Neben dem Industrieklettern ist schließlich am Einsatzort die erforderliche Arbeit im Seil auszuführen. Als Nachweis der gesundheitlichen Eignung hat sich die Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung G41 „Arbeiten mit Absturzgefahr“ etabliert.

Ausbildung

Ein anerkannter Beruf ist das Industrieklettern in Deutschland derzeit nicht. Dennoch hat sich im Laufe der Jahre ein dreistufiges Ausbildungsmodell für Höhenarbeiter etabliert, daß von Betrieben und dem Gesetzgeber anerkannt und als geeigneter Nachweis der erforderlichen Befähigungen akzeptiert wird.

Die Begriffe SZT bzw. SZPT werden synonym verwendet. Beide Arbeitsverfahren beinhalten die redundante Nutzung der Seiltechnik, bei der in einem Trag- und einem Sicherungsseil Arbeiten ausgeführt werden. Im Allgemeinen wird vom Industrieklettern gesprochen, welches sich in drei Qualifikationsstufen gliedert:

Level 1: Der Grundlehrgang
Grundlegende Klettertechniken, elementare Knoten und die standardisierte Partnerrettung werden im Grundlehrgang vermittelt.

Level 2: Der Höhenarbeiter
Fortgeschrittene Positionierungs- und Rettungsmethoden werden geschult. Erworbene Fähigkeiten vertieft und erweitert.

Level 3: Der Aufsichtsführende
Der aufsichtsführende Höhenarbeiter ist speziell geschult und trägt mit unter die Verantwortung auf Höhenbaustellen. Mindestens ein Level 3 Kletterer muss vor Ort sein, um die Sicherheit der Höhenarbeiter gewährleisten zu können. Neben weiteren fortgeschrittenen Positionierungs- und Rettungsmethoden beinhaltet die Ausbildung zum aufsichtführenden Höhenarbeiter rechtliche Voraussetzungen und Verpflichtungen.

 

Der Job in der Höhe

Industriekletterer starten in der Regel mit einem FISAT Lehrgang und einer arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung. Das Mindestalter ist 18 Jahre.

Als Monteur führt man bzw. Höhenarbeiter Inspektions-, Wartung-, Reparatur- und Montageleistungen an und in Industrieanlagen aus.

Der Industriekletterer zeigt ein hohes Maß an Flexibilität und Bereitschaft und ist auch in großer Höhe auf den Punkt konzentriert. Teamarbeit und die persönliche Schutzausrüstung stehen in der Höhe an oberster Priorität und werden mit einer abwechslungsreichen und spannenden Tätigkeit durch das Industrieklettern begleitet. Eine gesunde Motivation sowie Eigenverantwortung ist die Grundlage für einen Industriekletterer. Neben dem Sicherheitsgedanken ist der Qualitätsanspruch stets die Ausführungen der Höhenarbeiten mit maximale Zufriedenheit des Kunden.

Als Höhenarbeiter werden folgende Tätigkeiten an Industrieanlagen und Anlagenkomponenten ausgeführt:

  • Industrieservice
  • Reparaturen
  • Montage
  • Wartungsarbeiten
  • Reinigungsarbeiten
  • Inspektionen
  • Instandsetzungen

Der Höhenzugang erfolgt mittels Seil- und Positionierungstechnik, Hubsteiger oder Scherenbühne. Die Arbeitsverfahren werden hier jeweils ausführlich geschult.